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SEO Check für deine Website: so prüfst du sie kostenlos selbst

Einen SEO Checker von Google für die ganze Website gibt es nicht. Mit vier kostenlosen Google-Werkzeugen und meiner Checkliste prüfst du deine Website trotzdem gründlich selbst, Schritt für Schritt.

Oliver MahrleVon Oliver Mahrle, Gründer von Queris · Stand Oktober 2026

Einen einzelnen SEO Checker von Google, der deine ganze Website bewertet, gibt es nicht. Du prüfst deine Website am besten mit vier kostenlosen Google-Werkzeugen: der Search Console (wird deine Seite indexiert?), PageSpeed Insights (lädt sie schnell genug?), Lighthouse (stimmen Technik, Barrierefreiheit und SEO-Grundlagen?) und dem Test für Rich-Suchergebnisse (sind deine strukturierten Daten korrekt?). Danach klärst du, nach welchen Begriffen deine Kunden suchen und wo deine Wettbewerber stehen.

Ich bin Oliver Mahrle und mache seit 2017 Online-Marketing. Mit meinem Team habe ich viele Suchbegriffe für Kunden und eigene Projekte auf Seite 1 bei Google gebracht. Fast immer stand am Anfang derselbe Schritt: ein ehrlicher SEO Webseiten Check. Den kannst du selbst machen, wenn du weißt, in welcher Reihenfolge du prüfst und welche Warnungen du ignorieren kannst.

Hier zeige ich dir die Reihenfolge, in der ich prüfe: erst Indexierung, dann Ladezeit, dann Inhalt, strukturierte Daten und interne Links, dann Wettbewerber und Keywords. Für lokale Anbieter erkläre ich, wie gute Stadtseiten nach dem Muster Keyword + Stadt aufgebaut sind und wo Google die Grenze zur Spam-Seite zieht. Jede Google-Angabe ist mit der offiziellen Quelle belegt, Stand Oktober 2026. Die Liste findest du am Ende.

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SEO Webseiten Check in 10 Minuten: der schnelle Überblick

Jedes Google-Werkzeug prüft einen Teil deiner Website. Zusammen decken sie die wichtigsten Grundlagen ab und zeigen dir zusätzlich, was Google selbst über deine Seite weiß. Lighthouse vergibt zwar für den Bereich SEO eine eigene Punktzahl, prüft dort aber nur technische Grundlagen einer einzelnen Seite. Diese Werkzeuge nutze ich bei jedem Check:

WerkzeugPrüftAnmeldungKosten
Google Search ConsoleIndexierung, Suchanfragen, Klicks, Core Web Vitals echter NutzerGoogle-Konto und Bestätigung der Websitekostenlos
PageSpeed InsightsLadezeit und Core Web Vitals, mobil und Desktopneinkostenlos
Lighthouse (Chrome DevTools)Leistung, Barrierefreiheit, Best Practices, SEO-Grundlagenneinkostenlos
Test für Rich-Suchergebnissestrukturierte Daten, die Google für Rich-Suchergebnisse nutzen kannneinkostenlos
Schema Markup Validatorgesamtes schema.org-Markup einer Seiteneinkostenlos
Bing Webmaster ToolsIndexierung und Suchanfragen in BingKontokostenlos
QuerisSuchvolumen (Schätzwerte), Klickpreis, Wettbewerb und Trend je Keyword; dazu Domain-Analyse mit Rankings und WettbewerbernHandynummer, keine KreditkarteKeywords: 10 Abfragen pro Monat kostenlos; Domain-Analyse kostenpflichtig (Modul 29 € im Monat inkl. MwSt., 3 Probe-Analysen pro Monat in jedem Bezahlplan)

Ohne jede Anmeldung kannst du also sofort mit PageSpeed Insights, Lighthouse, dem Test für Rich-Suchergebnisse und dem Schema Markup Validator loslegen. Für die Search Console brauchst du ein Google-Konto und Zugriff auf deine Website oder Domain, um sie zu bestätigen.

Der 10-Minuten-Check

  1. Gib bei Google site:deinedomain.de ein. Tauchen deine wichtigsten Seiten auf, ist die Indexierung grob in Ordnung. Fehlt die Startseite, ist das dein erstes Thema, prüfe sie dann im URL-Prüftool der Search Console.
  2. Öffne PageSpeed Insights (PSI) unter pagespeed.web.dev, gib deine Startseite ein und schau zuerst auf Mobilgerät: Ist die Core Web Vitals-Bewertung bestanden? Zeigt PSI keine Felddaten, schau auf den Leistungswert im Labor-Teil.
  3. Öffne die Seite auf deinem Handy. Lässt sich die Telefonnummer antippen, ist der Text ohne Zoomen lesbar, funktioniert das Kontaktformular?
  4. Gib deine wichtigste Leistungsseite in den Test für Rich-Suchergebnisse ein und schau, ob Fehler gemeldet werden.
  5. Suche in einem privaten Browserfenster nach deiner Leistung plus Stadt, zum Beispiel „Fliesenleger Gera“. Stehst du auf Seite 1 oder in der Kartenansicht, und wer steht dort sonst?
TippHakt schon einer dieser fünf Punkte, arbeite ihn zuerst ab. Eine Seite, die Google nicht im Index hat, bringt dir auch mit perfekter Ladezeit keinen Besucher aus der Google-Suche.

Schritt 1: Indexierung prüfen mit der Google Search Console

Die Search Console ist ein kostenloser Dienst von Google. Du musst dich dort nicht anmelden, um bei Google zu erscheinen. Aber nur hier siehst du, welche Seiten Google wirklich im Index hat und bei welchen Suchanfragen du auftauchst. Deshalb beginnt jeder Check bei mir hier.

Search Console einrichten

  1. Rufe search.google.com/search-console auf und melde dich mit einem Google-Konto an, am besten mit einem Konto der Firma statt deinem privaten.
  2. Lege eine Property vom Typ Domain an, zum Beispiel deinedomain.de. Sie erfasst alle Subdomains und Protokolle, also mit und ohne www, http und https, und wird über einen DNS-Eintrag bei deinem Hoster bestätigt. Kommst du an die DNS-Einstellungen nicht heran, nimm eine Property vom Typ URL-Präfix, die du zum Beispiel per HTML-Datei oder Meta-Tag bestätigst.
  3. Reiche im Bericht Sitemaps deine XML-Sitemap ein. Die Adresse ist oft /sitemap.xml, bei WordPress /wp-sitemap.xml oder mit dem Plugin Yoast SEO /sitemap_index.xml. Eine Sitemap ist ein Hinweis für Google, keine Garantie fürs Crawling.
  4. Gib Google ein paar Tage. Daten erscheinen mit rund 48 Stunden Verzögerung, gespeichert werden die letzten 16 Monate.

Den Bericht zur Seitenindexierung lesen

Im Menü unter Indexierung, Seiten zeigt dir Google, wie viele URLs im Index sind, und in der Tabelle „Warum Seiten nicht indexiert werden“ auch die Gründe. Nicht jeder Grund ist ein Fehler: Weiterleitungen, Duplikate mit korrektem Canonical oder gesperrte Admin-Bereiche sollen draußen bleiben. Kritisch wird es, wenn eine Seite fehlt, mit der du Geld verdienst. Die häufigsten Ursachen, die ich in Checks finde:

  • noindex aus der Testphase: Viele Systeme sperren Suchmaschinen während der Entwicklung aus, und nach dem Livegang bleibt der Haken gesetzt. In WordPress steht die Einstellung unter Einstellungen, Lesen.
  • Ein Disallow in der robots.txt, das ganze Verzeichnisse für den Crawler sperrt.
  • Ein falscher Canonical, etwa auf die Startseite oder auf die alte Testdomain.
  • Seiten ohne interne Links, die Google schlicht nicht findet.
  • Seiten, die Google gefunden oder gecrawlt, aber nicht indexiert hat. Bei wichtigen Seiten liegt das nach meiner Erfahrung oft am Inhalt: zu dünn, fast gleich wie andere Seiten oder kaum verlinkt.

Einzelne Seiten mit dem URL-Prüftool testen

Die site:-Abfrage gibt einen schnellen Eindruck, ist aber keine vollständige Liste. Verlässlich ist das URL-Prüftool: URL oben in die Suchleiste der Search Console eingeben. Es zeigt dir zuerst den Stand der zuletzt indexierten Version. Mit „Live-URL testen“ prüfst du die aktuelle Fassung, mit „Indexierung anfordern“ bittest du Google um einen neuen Besuch. Für Prüfungen und Anfragen gibt es Tageslimits, und eine Garantie für die Aufnahme in den Index ist die Anfrage nicht.

Im Leistungsbericht die schnellsten Hebel finden

Der Leistungsbericht zeigt Klicks, Impressionen, Klickrate (CTR) und durchschnittliche Position. Meine erste Übung in jeder Search Console:

  1. Alle vier Werte aktivieren und den Zeitraum auf 16 Monate stellen, damit du Saisonschwankungen erkennst.
  2. Im Tab Seiten nach Impressionen sortieren und Seiten mit vielen Impressionen und wenigen Klicks markieren. Google zeigt sie bereits, nur klickt kaum jemand.
  3. Für diese Seiten die Suchanfragen lesen: Passt der Titel zur Frage, beantwortet die Seite sie? Titel und Inhalt anpassen und nach einigen Wochen denselben Zeitraum vergleichen.
TippBei Seiten, die Google schon zeigt, reicht oft ein klarerer Titel oder ein Abschnitt, der genauer zur Suchanfrage passt. Das ist nach meiner Erfahrung einer der schnellsten Hebel im SEO.

Schritt 2: Pagespeed Test mit Google PageSpeed Insights

PageSpeed Insights findest du unter pagespeed.web.dev. Das Werkzeug zeigt zwei Arten von Daten, und wer sie verwechselt, optimiert am Problem vorbei.

MerkmalFelddatenLabordaten
Quelleechte Chrome-Nutzer aus dem Chrome User Experience Report (CrUX)Lighthouse-Simulation
Gerät und Netzviele verschiedene Geräte und Verbindungenein Gerät mit festen Bedingungen, mobil ein Mittelklasse-Smartphone im Mobilnetz
Zeitraumdie letzten 28 Tageein einzelner simulierter Aufruf
Wofürzeigt, wie Besucher deine Seite wirklich erlebenhilft, die Ursachen zu finden

Die Grenzwerte der Core Web Vitals

Google bewertet die Felddaten am 75. Perzentil, getrennt nach Mobilgerät und Desktop. Die Core Web Vitals-Bewertung ist bestanden, wenn alle drei Kernwerte bei 75 % der Seitenaufrufe im Bereich „Gut“ liegen.

MesswertGutOptimierung nötigSchlecht
LCP (Largest Contentful Paint): Laden des größten sichtbaren Elementsbis 2,5 s2,5 bis 4 süber 4 s
INP (Interaction to Next Paint): Reaktion auf Klicks und Eingabenbis 200 ms200 bis 500 msüber 500 ms
CLS (Cumulative Layout Shift): Verspringen des Layouts beim Ladenbis 0,10,1 bis 0,25über 0,25
FCP (First Contentful Paint): erster sichtbarer Inhalt, kein Core Web Vitalbis 1,8 s1,8 bis 3 süber 3 s
TTFB (Time to First Byte): Antwortzeit des Servers, experimentellbis 0,8 s0,8 bis 1,8 süber 1,8 s

INP hat am 12. März 2024 den älteren Wert FID als Core Web Vital abgelöst. Nennt ein Ratgeber noch FID als Core Web Vital, ist er veraltet. Der Leistungswert von 0 bis 100 im Labor-Teil stammt aus Lighthouse: 90 oder mehr gilt als gut, 50 bis 89 als verbesserungswürdig, unter 50 als schlecht.

So gehst du vor

  1. Teste Startseite, wichtigste Leistungsseite und eine Unterseite mit vielen Bildern, immer zuerst auf Mobilgerät.
  2. Lies oben die Felddaten. Gibt es für die einzelne URL zu wenige Daten im Chrome-Bericht, zeigt PSI die Werte der ganzen Domain. Reicht es auch dafür nicht, gibt es keine Felddaten, dann zählen die Labordaten. Bei kleinen lokalen Websites ist das normal.
  3. Scrolle zur Diagnose und arbeite die Punkte mit der größten geschätzten Einsparung zuerst ab.
  4. Teste nach jeder Änderung neu. Felddaten zeigen Verbesserungen erst nach und nach, weil sie 28 Tage abbilden.

Die Ursachen, die ich am häufigsten sehe: Bilder in Kameragröße statt in passenden Abmessungen und modernem Format wie WebP, ein Startbild mit verzögertem Laden, Webfonts, die das Anzeigen des Textes aufhalten, Drittanbieter-Skripte wie Chat-Widgets und Karten, Banner ohne feste Höhe, die den Text verschieben (CLS), und ein langsamer Server ohne Caching (TTFB).

Für die ganze Website nutzt du zusätzlich den Core Web Vitals-Bericht in der Search Console. Er arbeitet mit denselben Felddaten aus dem Chrome-Bericht, fasst ähnliche Seiten zu Gruppen zusammen, getrennt nach Mobil und Computer, und der schlechteste Messwert bestimmt den Status der Gruppe. URLs mit zu wenig Daten tauchen dort nicht auf.

TippEhrlich eingeordnet: Google nutzt die Core Web Vitals in seinen Ranking-Systemen, gute Werte garantieren aber keine Top-Platzierung. Der relevanteste Inhalt kann auch mit schwächerer Ladezeit vorne stehen, bei ähnlich relevanten Ergebnissen kann ein gutes Seitenerlebnis helfen. Jage also nicht der 100 hinterher, sondern sorge dafür, dass alle drei Kernwerte grün sind.

Googles Selbstcheck zum Seitenerlebnis

Neben den Messwerten nennt Google sechs Fragen zum Seitenerlebnis. Du kannst sie in wenigen Minuten beantworten:

  • Hat die Seite gute Core Web Vitals?
  • Wird sie sicher über HTTPS ausgeliefert?
  • Wird sie auf Mobilgeräten gut dargestellt?
  • Lenkt keine übermäßige Werbung vom Hauptinhalt ab?
  • Gibt es keine aufdringlichen Pop-ups, die den Inhalt verdecken?
  • Ist der Hauptinhalt klar von allem anderen zu unterscheiden?

Mobil prüfen ohne den alten Mobile-Friendly-Test

Den Mobile-Friendly-Test und den Search-Console-Bericht zur Nutzerfreundlichkeit auf Mobilgeräten hat Google am 1. Dezember 2023 eingestellt. Nutze stattdessen Lighthouse: Seite in Chrome öffnen, Rechtsklick, Untersuchen, Tab Lighthouse (eventuell hinter dem Doppelpfeil »), Gerät Mobil, Kategorien Leistung, Barrierefreiheit, Best Practices und SEO wählen. Danach auf einem echten Handy prüfen: Telefonnummer antippen, Menü öffnen, Formular ausfüllen, Text ohne Zoomen lesen.

Schritt 3: Title, Meta-Beschreibung, Überschriften und Inhalt

Hier entscheidet sich, ob Google versteht, worum es auf einer Seite geht, und ob Menschen im Suchergebnis klicken. Prüfe jede wichtige Seite einzeln, nicht nur die Startseite.

  • Title: Jede Seite hat einen eigenen, beschreibenden Title, Leistung und Ort vorn, Firmenname kurz am Ende, etwa „Badsanierung in Gera | Firmenname“. Kein „Home“, kein Keyword-Stapel, keine Titel, die auf vielen Seiten bis auf ein Detail gleich sind. Google setzt kein Zeichenlimit, kürzt die Anzeige aber je nach Gerätebreite.
  • Den angezeigten Titel bildet Google aus mehreren Quellen, vor allem aus dem Title, aber auch aus der H1, anderen Überschriften und Linktexten. Title und H1 sollten deshalb zueinander passen.
  • Meta-Beschreibung: Google baut den Text unter dem Titel vorrangig aus dem Seiteninhalt und nimmt deine Beschreibung nur, wenn sie die Seite treffender beschreibt. Schreib je Seite eine eigene mit konkreten Fakten wie Einsatzgebiet, Preisrahmen oder Öffnungszeiten. Keyword-Listen werden seltener angezeigt.
  • Überschriften: Eine klare H1, die sagt, was die Seite bietet. Die Reihenfolge der Ebenen ist für Google laut eigener Aussage egal, für Leser und Screenreader nicht.
  • Bilder: Alt-Texte beschreiben, was zu sehen ist, etwa „Neu gefliestes Bad mit bodengleicher Dusche in Gera“ statt „bild1.jpg“.
  • Technik: sprechende URLs wie /badsanierung/gera/ und HTTPS auf allen Seiten. Das Meta-Keywords-Tag kannst du weglassen, Google nutzt es nicht.

Inhalt: Würdest du die Seite selbst empfehlen?

Google will Inhalte, die vorrangig für Menschen geschrieben sind. Meine Prüffragen, angelehnt an Googles eigene Selbstprüfung:

  • Liefert die Seite eigene Informationen, Erfahrung oder Analyse, oder fasst sie nur zusammen, was andere schreiben?
  • Beantwortet sie die Frage so vollständig, dass niemand weitersuchen muss?
  • Würde jemand sie als Lesezeichen speichern oder weiterempfehlen?
  • Ist erkennbar, wer dahintersteht: Name, Foto, Qualifikation, echte Projekte?
TippEine Wunschlänge gibt es nicht, Google hat laut eigener Aussage keine bevorzugte Wortzahl. Nach meiner Erfahrung ist eine Leistungsseite mit 400 guten Wörtern, echten Fotos und einem Preisrahmen mehr wert als 2.000 Wörter Fülltext.

Schritt 4: Strukturierte Daten testen mit dem Rich Results Test

Strukturierte Daten sind ein maschinenlesbarer Steckbrief deiner Seite: Firmenname, Adresse, Öffnungszeiten, Autor, Datum. Google empfiehlt dafür im Allgemeinen das Format JSON-LD. Für den Check brauchst du zwei Werkzeuge: den Test für Rich-Suchergebnisse (englisch Rich Results Test) und den Schema Markup Validator.

WerkzeugAdresseWofür
Test für Rich-Suchergebnisse (Rich Results Test)search.google.com/test/rich-resultszeigt, welche Rich-Suchergebnisse Google aus deinem Markup erzeugen kann; Eingabe als URL oder Code; versteht JSON-LD, RDFa und Mikrodaten
Schema Markup Validatorvalidator.schema.orgprüft das gesamte schema.org-Markup, auch Typen, die Google nicht für Rich-Suchergebnisse nutzt
  1. Gib die URL einer Leistungsseite in den Test für Rich-Suchergebnisse ein. Kritische Fehler machen ein Element ungültig, Warnungen betreffen meist optionale Felder.
  2. Prüfe dieselbe URL im Schema Markup Validator, um auch LocalBusiness, Organization oder Article vollständig zu sehen.
  3. Kontrolliere, ob alles im Markup auch sichtbar auf der Seite steht. Unsichtbare Inhalte auszuzeichnen verstößt gegen Googles Richtlinien.
  4. Bestätige nach dem Livegang mit dem URL-Prüftool, dass Google die Daten gefunden hat, und beobachte die Rich-Suchergebnis-Berichte in der Search Console.

Was 2026 nicht mehr funktioniert

  • FAQ-Rich-Results zeigt Google seit dem 7. Mai 2026 für keine Website mehr an, die Dokumentation ist seit dem 15. Juni 2026 entfernt. Ein FAQ-Bereich bleibt für Leser sinnvoll, aufklappbare Fragen im Suchergebnis bringt er nicht.
  • HowTo-Rich-Results gibt es seit 2023 nicht mehr.
  • aggregateRating und review im LocalBusiness-Markup sind nur für Seiten gedacht, die andere Unternehmen bewerten. Eigene Kundenstimmen zeichnest du so nicht aus.
TippAuch korrektes Markup garantiert kein Rich-Suchergebnis, das schreibt Google selbst. Strukturierte Daten sind saubere Pflege, kein Ranking-Trick.

Schritt 5: Interne Links und Seitenstruktur

Google findet neue Seiten vor allem über Links. Eine Leistungsseite, auf die nichts verlinkt, ist für Google schwer zu finden und für Besucher unsichtbar.

  1. Skizziere deine Struktur: Startseite, Leistungsseiten, Stadtseiten, Referenzen, Kontakt. Jede wichtige Seite muss über das Menü oder eine passende Seite erreichbar sein.
  2. Verlinke mit beschreibenden Linktexten wie „Badsanierung in Gera“ statt „hier klicken“: von der Leistung auf die Stadtseiten und zurück, von Referenzen auf die Leistung.
  3. Suche kaputte Links und Weiterleitungsketten. Der Bericht zur Seitenindexierung (Grund „Nicht gefunden (404)“) zeigt Kandidaten, ein Crawler wie Screaming Frog den Rest.
  4. Leite alte, gelöschte Seiten per 301 auf die passendste neue Seite um.
  5. Jede URL nur in einer Variante: mit oder ohne www, immer https, einheitlich mit oder ohne Schrägstrich am Ende.
TippFür lokale Anbieter hat sich bei mir eine einfache Hierarchie bewährt: /leistung/ als Übersicht und /leistung/stadt/ für jeden echten Standort oder jedes echte Einsatzgebiet. Eine solche klar navigierbare Hierarchie stellt Google in seinen Spam-Richtlinien den Brückenseiten gegenüber. Sie schützt dich aber nur, wenn jede Stadtseite eigenen Inhalt hat.

Schritt 6: Sichtbarkeit und Wettbewerber mit der Queris-Domain-Analyse

Die Google-Werkzeuge zeigen dir deine eigene Seite. Sie zeigen nicht, wofür deine Wettbewerber ranken und wie du im Vergleich dastehst. Dafür habe ich die Domain-Analyse in Queris gebaut: eine Übersicht mit geschätztem Traffic, Anzahl rankender Keywords, Positionsverteilung und Linkstärke von 0 bis 100, dazu die Keyword-Rankings mit Position und URL, die Wettbewerber mit gemeinsamen Keywords und der monatliche Verlauf, zurück bis Oktober 2020.

So nutzt du sie

  1. Analysiere deine eigene Domain und notiere geschätzten Traffic, Zahl der Keywords und Linkstärke.
  2. Analysiere zwei bis drei Wettbewerber, die bei deiner Leistung plus Stadt auf Seite 1 stehen. Zusätzlich zeigt dir Queris Domains, mit denen du viele Keywords teilst.
  3. Sieh dir in den Keyword-Rankings die Begriffe an, bei denen du auf Position 4 bis 20 stehst. Hier hält Google dich schon für relevant, und Ausbau bringt nach meiner Erfahrung meist mehr als ein ganz neues Thema.
  4. Schau in den Keyword-Rankings der Wettbewerber, welche ihrer URLs für viele Begriffe auftauchen. Hast du keine vergleichbare Seite, ist das eine Lücke.
  5. Vergleiche die Linkstärke. Liegen alle Wettbewerber deutlich vor dir, brauchst du neben Inhalten auch Erwähnungen und Links.
  6. Wirf einen Blick auf den Verlauf. Ein deutlicher Einbruch direkt nach einem Relaunch kann auf fehlende Weiterleitungen hindeuten.
TippEhrlich zum Preis: Im kostenlosen Plan ist die Domain-Analyse nicht enthalten. Jeder Bezahlplan (Basic 15 €, Pro 29 €, Business 49 € pro Monat inklusive MwSt.) enthält 3 Probe-Analysen pro Monat. Für regelmäßige Vergleiche buchst du das Modul Domain-Analyse für 29 € im Monat inklusive MwSt. zu, das geht zu jedem Plan, auch zum kostenlosen. Alle Werte sind Schätzungen, deine tatsächlichen Klicks aus der Google-Suche siehst du nur in der Search Console. Alle Pläne findest du unter Preise.

Schritt 7: Keywords kostenlos finden mit Queris

Ein SEO Check sagt dir, ob deine Seite technisch in Ordnung ist, aber nicht, ob du die Begriffe abdeckst, nach denen deine Kunden suchen. Dafür brauchst du Suchvolumen. In Queris prüfst du bis zu 1.000 Keywords je Abfrage, im kostenlosen Plan 10 Abfragen pro Monat.

So baust du deine Liste

  1. Schreib alle Leistungen so auf, wie Kunden sie nennen: „Bad renovieren“, „Badsanierung“, „neues Bad“.
  2. Ergänze Varianten mit Kosten, Preise, Notdienst und in der Nähe.
  3. Kombiniere jede Leistung mit Stadt, Stadtteilen und den Umlandorten, in denen du wirklich arbeitest.
  4. Füge die Liste in Queris ein, wähle Deutschland und lies Suchvolumen, Klickpreis, Wettbewerb und 12-Monats-Trend.
  5. Ordne die Keywords Seiten zu: eine Seite je Suchabsicht, Varianten mit derselben Absicht auf dieselbe Seite.

So sieht eine Startliste für einen Fliesenleger in Gera aus, ein Keyword pro Zeile:

  • Fliesenleger Gera
  • Fliesenleger in der Nähe
  • Badsanierung Gera
  • Badsanierung Gera Kosten
  • Bad renovieren Gera
  • Fliesen verlegen Kosten
  • Fliesenleger Ronneburg
  • Badsanierung Zeitz

Aus der Praxis: wie ich das Hauptkeyword für diese Seite gewählt habe

Genau so bin ich bei dieser Seite vorgegangen. Ich habe 67 Begriffe rund um den SEO Check in einer einzigen Abfrage in Queris geprüft, Markt Deutschland, am 16.10.2026. Ein Auszug, alle Werte sind geschätzte monatliche Suchanfragen:

KeywordSuchvolumen (Schätzwert)Meine Entscheidung
PageSpeed Insights12.100eigener Abschnitt (Schritt 2), gesucht wird vor allem das Google-Werkzeug selbst
Webseiten Check, Website Check, Website Checkerje 6.600kein Hauptkeyword: In den Suchergebnissen stehen auch Fakeshop-, Virenscanner- und DSGVO-Checks, die Absicht ist gemischt
SEO Check5.400Hauptkeyword: passt genau zur Absicht, die eigene Website zu prüfen
SEO Checker4.400Nebenkeyword: Wer so sucht, erwartet oft ein Sofort-Tool
SEO Check Website, SEO Website Checkje 1.600eine Gruppe, Website steht im Title
SEO Webseiten Check, Website SEO Checkje 1.300eine Gruppe, steht in einer Zwischenüberschrift

Die Lehre daraus: Das höchste Volumen ist nicht automatisch das beste Ziel. Entscheidend ist, ob die Suchenden das wollen, was deine Seite bietet. Gleiche Werte innerhalb einer Gruppe bedeuten meist, dass Google nahe Varianten zusammenfasst. Die addierst du nicht.

So liest du die Zahlen

  • Suchvolumen ist immer eine Schätzung der monatlichen Suchanfragen auf Basis von Google-Daten. Es zeigt die Größenordnung, keinen Zählerstand.
  • Ein hoher Klickpreis (CPC) zeigt, dass Werbetreibende für diese Suche Geld ausgeben. Das ist ein Hinweis, dass hinter der Suche oft Aufträge stecken.
  • Der 12-Monats-Trend zeigt Saison, etwa ob ein Heizungsnotdienst im Winter stärker gesucht wird.
  • Kleine Städte zeigen oft niedrige Werte oder 0, obwohl dort gesucht wird. Dann bündelst du Stadt und Umland auf einer Seite.
TippWie du Schätzwerte einordnest und dein Suchvolumen Schritt für Schritt ermittelst, erkläre ich unter Suchvolumen kostenlos ermitteln.

Probier es direkt aus: 10 Abfragen pro Monat kostenlos, bis zu 1.000 Keywords je Abfrage, ohne Kreditkarte.

Keywords kostenlos prüfen

Lokales SEO: Stadtseiten nach dem Muster Keyword + Stadt

Für Handwerker, Praxen und Dienstleister vor Ort ist lokales SEO nach meiner Erfahrung der Teil des Checks mit dem größten Hebel. Google nennt drei Grundlagen für lokale Ergebnisse: Relevanz (passt dein Angebot zur Suche?), Entfernung (wie weit bist du vom gesuchten Ort weg?) und Bekanntheit (etwa durch Links, Rezensionen und Bewertungen). Dazu schreibt Google: „Ein besseres lokales Ranking bei Google kann nicht eingefordert werden, auch nicht gegen Bezahlung.“ Einen festen Platz in Google Maps kann dir deshalb niemand seriös zusagen.

Google Unternehmensprofil: die Checkliste

Das Unternehmensprofil ist kostenlos und für Unternehmen mit persönlichem Kundenkontakt gedacht, also mit Ladenlokal, Praxis oder Einsatz beim Kunden. Reine Online-Firmen sind ausgeschlossen. Anlegen kannst du es über business.google.com/add.

  • Name genau wie im echten Leben, ohne angehängten Ort, Slogan oder Keywords. Heißt dein Betrieb „Malerbetrieb Schulze“, ist genau das richtig, „Malerbetrieb Schulze Maler Leipzig günstig“ verstößt gegen die Richtlinien. Gehört der Ort fest zu deinem echten Namen, etwa auf Schild und Briefkopf, darf er drinbleiben. Googles eigenes Beispiel: „Sportpalast Berlin“ ist in Ordnung, „Sportpalast in Berlin-Mitte“ nicht.
  • Echte Adresse, kein Postfach, kein virtuelles Büro. Wer nur beim Kunden arbeitet, etwa als Klempner von zu Hause aus, blendet die Adresse aus und gibt ein Einzugsgebiet an.
  • Eine genau passende Hauptkategorie, dazu nur wenige zusätzliche.
  • Möglichst eine lokale Telefonnummer und als Website deine eigene Seite, keine Social-Media-Seite.
  • Öffnungszeiten inklusive Feiertage und Sonderzeiten, dazu eigene Fotos von Team, Räumen und Arbeiten.
  • Rezensionen: Bitte zufriedene Kunden nach dem Auftrag um eine ehrliche Bewertung. Antworte auf jede, auch auf kritische, sachlich, freundlich und mit deinem Namen darunter. Kaufe keine Bewertungen und belohne sie nicht.

Wichtig dabei ist NAP: Name, Adresse und Telefonnummer sollten auf Website, Unternehmensprofil, Impressum und in Branchenverzeichnissen einheitlich sein, bis zur Schreibweise der Straße. Abweichungen finde ich immer wieder, meist nach einem Umzug oder einer neuen Nummer.

Die fünf Muster für Keyword + Stadt

MusterBeispielPassende Seite
Leistung + StadtElektriker Leipzig, Zahnarzt GeraStadtseite der Leistung
Leistung + StadtteilPhysiotherapie Leipzig Südvorstadteigene Seite nur bei echtem Standort im Stadtteil, sonst Abschnitt auf der Stadtseite
Leistung + Stadt + KostenBadsanierung Leipzig KostenPreisabschnitt auf der Stadtseite oder eigener Preisratgeber
Leistung + Notdienst + StadtSchlüsseldienst Notdienst GeraNotdienstseite mit Erreichbarkeit und Anfahrtszeit
Beruf + UmlandortDachdecker Markranstädteigene Seite nur mit echten Projekten dort, sonst Abschnitt zum Einsatzgebiet

Welche Kombinationen in deiner Region wirklich gesucht werden, prüfst du kostenlos in Queris (Schritt 7). Varianten mit „in der Nähe“ nimmst du in die Liste auf, schreibst sie aber nicht in jeden Text: Bei solchen Suchen berechnet Google die Entfernung anhand dessen, was es über den Standort der suchenden Person weiß.

Was auf eine Stadtseite muss: Beispiel Fliesenleger in Gera

BausteinSo sieht er aus
URL, Title, H1/badsanierung/gera/, Title „Badsanierung in Gera | Firmenname“, H1 „Badsanierung in Gera und Umgebung“
Einstiegzwei bis drei Sätze: was du machst, für wen, in welchem Gebiet, wie schnell ein Termin möglich ist
Referenzendrei bis fünf Bäder aus Gera mit eigenen Vorher-nachher-Fotos, Stadtteil und Bauzeit
Ablauf und PreiseSchritte von der Besichtigung bis zur Abnahme, Preisrahmen oder Beispielrechnung
AnsprechpartnerName, Foto und Durchwahl der Person, die für die Region zuständig ist
EinzugsgebietStadtteile und Umlandorte, in denen du wirklich arbeitest, mit Projektbezug statt als Ortsliste, dazu ab wann Anfahrtskosten anfallen
FragenAntworten auf Fragen aus echten Kundengesprächen, etwa zu Altbau, Parken oder Genehmigungen
Kundenstimmenechte Stimmen aus der Region mit Quelle, nicht als Sterne-Markup. Zeigst du Bewertungen, musst du angeben, ob und wie du sicherstellst, dass sie von echten Kunden stammen (§ 5b Abs. 3 UWG)
KontaktName, Adresse, Telefon identisch zum Unternehmensprofil, antippbare Nummer, Karte, Formular, Öffnungszeiten
TechnikLocalBusiness-Markup und interne Links von der Leistungsseite

LocalBusiness-Markup: die Felder

Jeder Standort bekommt sein eigenes LocalBusiness-Markup als JSON-LD, möglichst mit dem spezifischsten passenden Untertyp.

FeldStatus laut GoogleHinweis
@typemöglichst spezifischetwa Electrician, Plumber oder Dentist statt nur LocalBusiness
namePflichtgenau wie im Unternehmensprofil
addressPflichtPostalAddress mit Straße, PLZ, Ort und Land
telephoneempfohlenmit Ländervorwahl, etwa +49 365 …
urlempfohlendie URL dieses Standorts
geoempfohlenBreiten- und Längengrad mit mindestens 5 Nachkommastellen
openingHoursSpecificationempfohlenÖffnungszeiten je Wochentag
priceRangeempfohlenPreisniveau, etwa €€
aggregateRating, reviewnicht für eigene Bewertungennur für Seiten, die andere Unternehmen bewerten

Die Grenze: Brückenseiten

Hier sehe ich die teuersten Fehler. Googles Spam-Richtlinien nennen ausdrücklich Seiten, die auf einzelne Städte oder Regionen zielen und Nutzer dann doch nur zu einer Seite schleusen, sowie viele fast gleiche Seiten statt einer klaren, navigierbaren Struktur. Dazu kommen massenhaft erzeugte Seiten ohne Mehrwert, ausdrücklich auch mit KI-Werkzeugen, und Textblöcke, die nur Städte aufzählen. Warnzeichen:

  • Der Text ist auf allen Stadtseiten gleich, nur der Ortsname ist getauscht.
  • Es gibt Seiten für Orte, in denen du nie gearbeitet hast.
  • Im Footer steht eine lange Liste von Städten und Stadtteilen.
TippMeine Faustregel: Jede Stadtseite braucht Inhalte, die es nur für diese Stadt gibt. Hast du für einen Ort keine echten Projekte, keinen Ansprechpartner und nichts Eigenes zu sagen, schreib einen Abschnitt zum Einsatzgebiet auf die Leistungsseite statt einer eigenen Stadtseite.
Über den Check hinaus

Was du sonst noch prüfen kannst

  • Links und Erwähnungen: Der Bericht Links in der Search Console zeigt, wer auf dich verlinkt. Für lokale Anbieter zählen Kammern, Verbände, Lieferanten, Vereine und Lokalpresse.
  • Anfragewege: Ist die Telefonnummer auf jeder Seite antippbar, kommt die Mail aus dem Formular wirklich an? Schick dir einmal im Quartal eine Testanfrage.
  • Messung: Nutzt du Google Analytics, verknüpfe es mit der Search Console, damit du Suchanfragen und Anfragen nebeneinander siehst.
  • Bing: Die Bing Webmaster Tools sind kostenlos, deine Websites aus der Search Console kannst du dort importieren.
  • Rhythmus: Search Console monatlich, PageSpeed Insights nach jeder größeren Änderung, ein vollständiger Check nach jedem Relaunch und mindestens einmal im Jahr.

KI-Suche: was Google offiziell sagt

Viele Tools verkaufen inzwischen eigene KI-Checks. Google schreibt zu AI Overviews und dem KI-Modus: keine zusätzlichen Anforderungen, keine besonderen Optimierungen. Deine Seite muss indexiert sein und mit Snippet erscheinen dürfen. Neue maschinenlesbare Dateien, KI-Textdateien oder spezielles Markup brauchst du dafür nicht. Klicks aus diesen Funktionen zählt die Search Console im Leistungsbericht unter dem Suchtyp Web. Für Googles KI-Funktionen ist ein sauberer SEO Check also zugleich dein KI-Check.

TippArbeitest du selbst mit Claude oder ChatGPT? Über den Queris-Connector holst du Keyword-Daten direkt in den Chat. Wie das geht, steht unter Keyword-Recherche mit Claude und Keyword-Recherche mit ChatGPT.

Rechtliche Grundlagen, kurz erwähnt

Kein SEO-Thema, fällt mir in Checks aber regelmäßig auf: das Impressum nach § 5 DDG und die Einwilligung für Cookies und ähnliche Techniken, die nicht unbedingt erforderlich sind, nach § 25 TDDDG. Dazu kommt das Barrierefreiheitsstärkungsgesetz (BFSG). Es gilt für Dienstleistungen, die nach dem 28. Juni 2025 für Verbraucher erbracht werden, unter anderem für Dienstleistungen im elektronischen Geschäftsverkehr wie Online-Shops oder Buchungsstrecken. Kleinstunternehmen, die Dienstleistungen anbieten oder erbringen, sind nach § 3 Abs. 3 BFSG davon ausgenommen. Das ist ein Hinweis, keine Rechtsberatung.

Priorisieren

So liest du das Ergebnis: Reihenfolge statt Punktzahl

Die meisten SEO Checker geben dir eine Zahl von 0 bis 100 und eine lange Liste. Diese Zahl ist die Bewertung des jeweiligen Tools, nicht die von Google. Sie sagt, wie viele Prüfregeln dieses Tools deine Seite erfüllt, nicht, wie Google sie einordnet. Ich arbeite Befunde deshalb immer in dieser Reihenfolge ab:

  1. Indexierung: Ist die Seite im Index, und sind die richtigen Seiten drin? Ohne das ist alles andere egal.
  2. Nutzererlebnis: Lädt die Seite mobil brauchbar, sind die Core Web Vitals grün, kann man anrufen und anfragen?
  3. Inhalt und Keywords: Passt die Seite zur Suchanfrage? Gibt es für jede wichtige Leistung und jeden echten Standort eine passende Seite?
  4. Bekanntheit: Finden Menschen dich lokal, gibt es Rezensionen, Erwähnungen und Links?

Warnungen und Mythen, die du ignorieren kannst

Warnung oder MythosWas laut Google gilt (Stand Oktober 2026)
Title maximal 60, Description maximal 160 Zeichenkein festes Limit, die Anzeige wird je nach Gerätebreite gekürzt
Text zu kurzGoogle hat keine bevorzugte Wortzahl
Meta-Keywords fehlenGoogle nutzt das Tag nicht
Überschriften in falscher Reihenfolgefür Google egal, für Barrierefreiheit trotzdem sauber halten
FAQ-Schema bringt aufklappbare Fragen ins SuchergebnisFAQ-Rich-Results werden seit 7. Mai 2026 nicht mehr angezeigt
Prüf das Handy-Layout mit dem Mobile-Friendly-Testeingestellt am 1. Dezember 2023, stattdessen Lighthouse
FID ist ein Core Web Vitalseit 12. März 2024 durch INP ersetzt
Ein Score von 100 ist das Zielder Score stammt vom Tool; selbst gute Core Web Vitals garantieren laut Google keine Top-Platzierung
site: zeigt, ob alles indexiert istnur ein grober Eindruck, verlässlich ist das URL-Prüftool
Für die KI-Suche brauchst du llms.txt oder Spezial-Markupkeine zusätzlichen Anforderungen, Dateien oder Markup für AI Overviews und den KI-Modus

Was ein automatischer SEO-Check nicht kann

  • Er weiß nicht, mit welchen Leistungen du Geld verdienst und welche Seiten deshalb zuerst dran sind.
  • Er sieht nicht, ob deine Inhalte besser sind als die deiner Wettbewerber auf Seite 1.
  • Er erkennt meist nicht, ob deine Stadtseiten echten Ortsbezug haben oder nur Brückenseiten mit sauberem Code sind.
  • Ohne Zugriff auf deine Search Console kennt er weder deine tatsächlichen Suchanfragen noch deine Klicks.

Diese Bewertung kannst du mit der Anleitung oben selbst machen. Wenn du dafür keine Zeit hast oder einen Blick von außen willst, übernehme ich das im 1:1-SEO-Audit.

[ CHECKLISTE ]

SEO Checkliste zum Abhaken

Druck dir die Liste aus und geh sie Seite für Seite durch. Fang oben an, die Reihenfolge ist Absicht.

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Indexierung

Ladezeit und Mobil

Inhalt und Onpage

Struktur und strukturierte Daten

Lokal

Keywords und Wettbewerb

KOSTENLOS

So startest du kostenlos in Queris

Im kostenlosen Plan hast du 10 Abfragen pro Monat mit bis zu 1.000 Keywords je Abfrage, also bis zu 10.000 Keywords. Anmeldung mit Handynummer, keine Kreditkarte. Alle Werte sind Schätzungen auf Basis von Google-Daten.

  1. Kostenlos mit deiner Handynummer anmelden.
  2. Leistungen, Synonyme und Orte als Liste einfügen, bis zu 1.000 Keywords auf einmal.
  3. Markt Deutschland wählen und die Abfrage starten.
  4. Suchvolumen, Klickpreis, Wettbewerb und 12-Monats-Trend lesen.
  5. Keywords deinen Seiten zuordnen: eine Seite je Suchabsicht.
Keywords kostenlos prüfen
1:1-SEO-Audit

Keine Zeit? Ich mache den Check für dich

Wenn du lieber an deinem Geschäft arbeitest als in deiner Search Console, prüfe ich deine Website persönlich. Ich gehe Struktur, Inhalte und Suchbegriffe, technische Grundlagen und deine lokale Sichtbarkeit durch, ziehe Suchvolumen-Schätzwerte aus Queris dazu und sage dir, was zuerst dran ist und was du liegen lassen kannst. Ehrlich vorweg: Das Audit ist Analyse und Plan. Die Umsetzung machst du, dein Team oder deine Agentur, und eine Ranking-Garantie gebe ich nicht, weil die niemand seriös geben kann.

  • Ich prüfe deine Website selbst, kein automatischer Report
  • Loom-Video, in dem ich dir die Befunde direkt an deiner Seite zeige
  • PDF mit priorisierten Schritten, die du abarbeiten oder weitergeben kannst
  • Kostenlose Vorab-Prüfung per Formular: klare Empfehlung oder ehrliche Absage
  • Lieferung in der Regel innerhalb von 10 Werktagen nach Zahlung und deinen Angaben
  • 1.490 € netto zzgl. 19 % USt. (1.773,10 € brutto), nur für Unternehmen
Zum 1:1-SEO-Audit

Keine Umsetzung enthalten, keine Ranking-Garantie. Direktbuchung für Unternehmen mit Sitz in Deutschland. Halte ich das Audit nach der ersten Sichtung deiner Website für nicht sinnvoll, sage ich dir das vor Beginn der Arbeit und du bekommst den vollen Betrag zurück (AGB § 8b). Lieber selbst lernen? Mein SEO-Kurs ist in Vorbereitung, dort kannst du dich auf die Warteliste setzen.

[ FAQ ]

Häufige Fragen

Gibt es einen kostenlosen SEO Check von Google?

Einen einzelnen SEO Checker, der deine ganze Website bewertet, bietet Google nicht an. Google stellt aber kostenlose Werkzeuge bereit, die zusammen einen gründlichen Check ergeben: die Search Console für Indexierung und Suchanfragen, PageSpeed Insights für Ladezeit und Core Web Vitals, den Test für Rich-Suchergebnisse für strukturierte Daten und Lighthouse in Chrome für Technik und SEO-Grundlagen einzelner Seiten.

Kann ich meine Website kostenlos und ohne Anmeldung prüfen?

Ja, zum Teil. PageSpeed Insights, Lighthouse in Chrome, der Test für Rich-Suchergebnisse und der Schema Markup Validator funktionieren ohne Anmeldung. Für die Search Console brauchst du ein Google-Konto und musst bestätigen, dass dir die Website gehört. Dafür siehst du nur dort, welche Seiten im Index sind und bei welchen Suchanfragen du erscheinst. Für die Keyword-Recherche in Queris meldest du dich mit deiner Handynummer an, eine Kreditkarte brauchst du nicht.

Was kostet ein SEO Check?

Selbst gemacht kostet er nur Zeit, denn alle Google-Werkzeuge sind kostenlos. Automatische SEO Checker gibt es gratis mit Limit oder im Abo. Ein persönliches Audit kostet mehr, weil ein Mensch die Befunde bewertet. Mein 1:1-SEO-Audit kostet 1.490 € netto zzgl. USt., nur für Unternehmen, mit Video, PDF-Plan und kostenloser Vorab-Prüfung, ohne Umsetzung.

Reicht ein kostenloser SEO Check online?

Für den technischen Überblick ja. Ein automatischer Check findet fehlende Titel, große Bilder oder kaputte Links in der Regel zuverlässig. Er weiß aber nicht, welche Leistungen dir Geld bringen, wie gut deine Inhalte im Vergleich zu den Wettbewerbern sind und was Google in deiner Search Console zeigt. Nutze ihn als Liste, nicht als Urteil.

Was ist ein guter SEO Score?

Der SEO Score ist die Bewertung des jeweiligen Tools, nicht die von Google, und jedes Tool rechnet nach eigenen Regeln. Aussagekräftig sind die Werte, die Google selbst nennt: Core Web Vitals im Bereich „Gut“ (LCP bis 2,5 s, INP bis 200 ms, CLS bis 0,1, jeweils bei 75 % der Seitenaufrufe) und ein Lighthouse-Leistungswert ab 90. Wichtiger als jede Zahl ist, ob deine Seiten indexiert sind und zur Suchanfrage passen.

Wie oft sollte ich meine Website prüfen?

Ich empfehle die Search Console einmal im Monat, PageSpeed Insights nach jeder größeren Änderung an Design, Plugins oder Bildern und einen vollständigen Check nach jedem Relaunch sowie mindestens einmal im Jahr.

Wie lange dauert es, bis SEO-Änderungen wirken?

Laut Google wirken manche Änderungen nach wenigen Stunden, andere erst nach mehreren Monaten. Warte nach einer Änderung einige Wochen, bevor du sie bewertest. Die Felddaten in PageSpeed Insights zeigen Verbesserungen nur nach und nach, weil sie die letzten 28 Tage abbilden.

Was ist der Unterschied zwischen SEO Check, SEO Analyse und SEO Audit?

Die Begriffe werden oft gleich benutzt. Mit SEO Check ist meist eine automatische Prüfung gemeint, ob technische Regeln erfüllt sind. Eine SEO Analyse geht weiter und schaut auch auf Keywords, Rankings und Wettbewerber, etwa mit einer Domain-Analyse. Ein SEO Audit ist die Bewertung durch einen Menschen, der Technik, Inhalte und Keywords verbindet und festlegt, was zuerst gemacht wird. Mein Angebot dazu findest du unter 1:1-SEO-Audit.

Lohnt sich lokales SEO für Handwerker und Praxen?

Nach meiner Erfahrung oft ja, gerade wenn du bisher wenig gemacht hast. Lokal ist es meist leichter, auf Seite 1 zu kommen, als deutschlandweit bei umkämpften Suchbegriffen. Der Einstieg kostet vor allem Zeit, denn das Google Unternehmensprofil ist kostenlos. Ob in deiner Stadt nach deiner Leistung gesucht wird, prüfst du kostenlos mit einer Keyword-Liste in Queris. Eine Garantie für eine bestimmte Platzierung gibt es nicht.

Brauche ich für jede Stadt eine eigene Seite?

Nur, wenn du dort einen echten Standort hast oder regelmäßig arbeitest und etwas Eigenes zeigen kannst: Projekte, Ansprechpartner, Anfahrt, Preise. Seiten, auf denen nur der Ortsname getauscht ist, fallen schnell unter Googles Spam-Richtlinie zu Brückenseiten. Kleine Orte bündelst du besser in einem Abschnitt zum Einsatzgebiet.

Kann ich SEO selber machen?

Die Grundlagen ja. Mit dieser Anleitung, der Search Console und einer Keyword-Liste kommst du als Inhaber weit, wenn du dir regelmäßig feste Zeit dafür nimmst. Schwierig wird es bei der Priorisierung, bei umkämpften Begriffen und bei Fehlern, die man von innen nicht sieht. Dafür gibt es mein 1:1-SEO-Audit. Wer lieber selbst lernt, kann sich für meinen SEO-Kurs auf die Warteliste setzen.

Quellen (37)
  1. Google: Über PageSpeed Insights
  2. PageSpeed Insights
  3. web.dev: Web Vitals
  4. web.dev: INP wird Core Web Vital (12.03.2024)
  5. Chrome for Developers: Lighthouse
  6. Google Search Central: Seitenerlebnis
  7. Google Search Central: Core Web Vitals
  8. Google Search Central Blog: Einstellung des Mobile-Friendly-Tests
  9. Test für Rich-Suchergebnisse
  10. Search Console Hilfe: Test für Rich-Suchergebnisse
  11. Schema Markup Validator
  12. Google Search Central: Einführung in strukturierte Daten
  13. Google Search Central: Richtlinien für strukturierte Daten
  14. Google Search Central: Updates (FAQ-Rich-Results)
  15. Google Search Central: LocalBusiness
  16. Search Console Hilfe: Erste Schritte
  17. Search Console Hilfe: Website-Property hinzufügen
  18. Search Console Hilfe: Leistungsbericht
  19. Search Console Hilfe: Bericht zur Seitenindexierung
  20. Search Console Hilfe: URL-Prüftool
  21. Search Console Hilfe: Core Web Vitals-Bericht
  22. Google Hilfe: Search-Console-Daten (16 Monate, 48 Stunden)
  23. Google Search Central: Sitemaps erstellen und einreichen
  24. Google Search Central: Title-Links
  25. Google Search Central: Snippets und Meta-Beschreibung
  26. Google Search Central: Hilfreiche Inhalte erstellen
  27. Google Search Central: SEO-Startleitfaden
  28. Google Search Central: Spam-Richtlinien
  29. Google Search Central: KI-Funktionen und deine Website
  30. Google Unternehmensprofil Hilfe: Lokales Ranking
  31. Google Unternehmensprofil Hilfe: Richtlinien für die Präsentation
  32. Google Unternehmensprofil Hilfe: Profil hinzufügen
  33. § 5 DDG (gesetze-im-internet.de)
  34. § 25 TDDDG (gesetze-im-internet.de)
  35. § 1 BFSG (gesetze-im-internet.de)
  36. § 3 BFSG (gesetze-im-internet.de)
  37. § 5b UWG (gesetze-im-internet.de)